Landsmannschafterlied

  1. Soweit Alt-Öst’rreichs Gaue reichen,
    in Ost und West, in Nord und Süd,
    schwebt leuchtend unser Bundeszeichen,
    tönt hell und freudig unser Lied.
    Denn fester noch als stahlgeglühte Bande
    hält uns zusammen unsres Leitspruchs Kraft:
    „Dem Glauben treu, dem Kaiser und dem Lande!“
    So kämpft und siegt die edle Landsmannschaft.
  2. Die Zeit, in der wir uns verbunden,
    ist voll der tiefsten Bitterkeit,
    doch soll an unserm Geist gesunden,
    was heute krank ist und im Leid.
    Ein Sang klingt auf gleich lohend hellem Brande,
    der kampf- und sieghaft über Öst’rreich fliegt:
    „Dem Glauben treu, dem Kaiser und dem Lande!“
    Und dieser Geist der Landsmannschafter siegt.
  3. Kein Zagen wird uns je bedrängen
    und keine Furcht wagt sich hervor,
    nur stolzer Sinn steigt aus der engen
    und schmachgebund’nen Zeit empor.
    Wir füllen uns’re Becher bis zum Rande
    und holen uns’re blanken Schläger her:
    „Dem Glauben treu, dem Kaiser und dem Lande!“
    Wir Landsmannschafter weichen nimmermehr.
  4. Das gleiche Ziel, das wir erstreben,
    der gleiche Geist, der uns erhellt,
    sie sollen unsern Bund beleben,
    zu siegen gegen alle Welt.
    So schwören wir bei unserm Burschenbande
    zu halten stets, was höchste Werte schafft:
    „Dem Glauben treu, dem Kaiser und dem Lande!“
    kämpft allezeit die edle Landsmannschaft!